
Entspannungstraining
Schulkinder: 6-12 Jahre
Jugendliche: 13-16 Jahre
Das Entspannungstraining
Durch das regelmäßige Üben einer Entspannungstechnik wie dem Autogenen Training oder der progressiven Muskelentspannung können Kinder und Jugendliche immer mehr erlernen, dass man selbstregulativ psychophysiologische Prozesse des Körpers steuern kann.
Das stärkt die Selbstwirksamkeitsüberzeugung und als Folge das Selbstbewusstsein. Mit Hilfe einer Entspannungstechnik kann das Kind oder der Jugendliche auch lernen, ruhiger und gelassener zu werden. Sie lernen auf ihren Körper, ihren Atem und ihre Gefühle zu hören.
Dabei steht der spielerische und kreative Umgang mit Entspannung stets im Vordergrund. Die Entspannungsübungen schließen sich an Wahrnehmungs- und Bewegungsübungen an und werden altersgerecht und individuell angepasst. Nach regelmäßigem Üben sind die Kinder/Jugendlichen in der Lage, Entspannung selbst zu erreichen.
Mit folgenden Entspannungstechniken arbeite ich:
-
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
-
Autogenes Training nach J.H. Schultz
-
Fantasiereisen mit positiven Affirmationen
-
Atemübungen
-
Stille- und Wahrnehmungsübungen
Was ist Progressive Muskelentspannung (PMR)?
Bei der PMR handelt es sich um eine systematische Anspannung und eine darauffolgende Entspannung verschiedener Muskelgruppen. Dies bewirkt ein spürbares Gefühl von Entspannung und Stressreduktion.
Wirkung von PMR bei Kindern und Jugendlichen :
Dass PMR eine anerkannte und nachweislich wirkungsvolle Entspannungsmethode darstellt, belegen zahlreiche Studien. Durch die kontrollierte Abfolge von Anspannungs- und Entspannungszuständen hat sie einen positiven Effekt auf Angstzustände, Schlafstörungen sowie psychosomatische, aber auch somatische Beschwerden.
Das Einüben von PME ist daher auch im schulischen Kontext sehr sinnvoll. PMR fördert die Konzentrationsfähigkeit, bringt den Kreislauf in Schwung, reduziert Verspannungen und kann somit Lernblockaden entgegenwirken.
Die Progressive Muskelentspannung wird bei jüngeren Kindern spielerisch vermittelt, die Übungen werden in Geschichten eingebaut. Bei Jugendlichen erfolgt die Einweisung in den klassischen Übungsformeln.
Autogenes Training
Autogenes Training ist eine Entspannungsmethode, die es jedem ermöglicht, sich selbst durch Konzentration zu entspannen. Dabei helfen einfache Leitsätze, die sogenannten Formeln.
Autogenes Training wird vor allem bei jüngeren Kindern spielerisch vermittelt. Zum Teil werden die Übungen in Geschichten eingebaut, d.h. Phantasiegeschichten oder Geschichten, die einen Bezug zum Alltag und den Problemen der Kinder haben.
Bei Jugendlichen erfolgt die Einweisung in den klassischen Übungsformeln. Durch positive Formeln lassen sich Angstzustände, negative Gedanken oder auch Gefühlsausbrüche steuern.
Beispiel für gedankliche Vorstellung und körperliche Reaktion:
Das Kind denkt an die bevorstehende Klassenarbeit, vor der es Angst hat, und fängt an zu schwitzen, zittert, bekommt Kopf- oder Bauchweh.
Beispiel für positive Selbstbeeinflussung:
Das Kind spricht sich gut zu, indem es sich sagt: Ich bleibe ruhig! Mein Kopf ist klar! Ich schaffe es! Somit erlebt das Kind eine Ruhigstellung des Körpers, Verringerung seiner Ängste und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Kontraindikation
Das Entspannungstraining ist nicht geeignet bei:
Massiven Verhaltensstörungen, geistigen Behinderung und ausgewählten neurologischen Erkrankungen, die eine therapeutische oder medikamentöse Behandlung erforderlich machen.
Auch sind Entspannungsverfahren bei Kindern und Jugendlichen mit speziellen Asthmaerkrankungen, zu niedrigem Blutdruck und Epilepsie nicht zu empfehlen.



